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Donnerstag, 9. September 2010
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Joachim Lask

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Joachim Lask

Joachim Lask über die heutige Verunsicherung von Eltern und sein Elternprogramm PEP4Kids.

 

 
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1 Kommentar

  1. Das ist leider mal ein Beitrag zwischen vielen so viel Besseren! Der Herr Psychologe ist wieder mal wie viele seiner Kollegen nicht sehr praxisnah informiert. Das betrifft einmal die Schlaffrage der Babys, das andere betrifft die vielen Beispiele, in denen er versucht, richtiges Handeln darzustellen. Und drittens weiß er nicht, warum es bei manchen Eltern einfach nicht klappen will mit der Erziehung. Dieser Psychologe scheint die Ergebnisse der Bindungsforschung nicht zu kennen und damit nicht die Ursache für das Letztere. Die unsicher- vermeidenden Bindungsmuster der Eltern ziehen manchmal Abweisungen und wenig Einfühlungsvermögen mit den eigenen Kindern nach sich, die ängstlich- ambivalenten Bindungsmuster tendieren zu wechselnden Aufmerksamkeitszuständen der Mutter oder des Vaters und zur Angst , dem Kind liebevolle Grenzen zu setzen und wenig Wissen darüber, wie man das macht. Diese Gruppe ist aber sehr lernfähig. Desorganisierte Bindunsgmuster von Eltern und Kindern resultieren aus psychischen Störungen der Eltern- da hilft sogar nicht immer intensive Psychotherapie der Eltern, weil es in deren Kindheit eben auch schon so viele Traumata gab. Wichtig ist mir, dass nicht immer wieder von Experten über das nächtliche Aufstehen- Müssen beim Babyschreien berichtet wird, und wie mir scheint, plädiert der Referent für Lösungen durch Schlafprogramme? Bei ihm hätten die Bücher nicht gewirkt- es wären aber gute Bücher? Oder traut er sich nicht öffentlich zu sagen, dass man Babys niemals allein im Dunkeln schlafen lassen darf? Dass sie am sichersten im Bett der stillenden Mutter unter bestimmten Sicherheitsvorkehrungen aufgehoben sind ? Dass sie dort kaum schreien? Dass man da niemals aufstehen muss? Dass sie sich allein im Dunkeln immer ängstigen, sodass sie einfach ihre Betreuer herbeirufen müssen, denn das ist ihnen von der Biologie so mitgegeben. Menschenkinder schlafen nicht durch, da sie sich nachts mehrmals aus Überlebensängsten und ganz praktisch zum Gestillt-Werden melden, ansonsten würde nicht genug Muttermilch produziert. Es gehört zu ihrem Überlebensprogramm, dass sie nachts ein Anwesenheitssignal benötigen! Das Beispiel mit dem Jungen, der die Tür zumachen soll, hat mir auch nicht gefallen. Hier ist so viel zu beachten: das Alter des Kindes, warum hat er es- vielleicht in Eile, weil er zu etwas ganz Spannendem hingerannt ist- vergessen? Dann darf auch der Vater mal selbst die Tür zu machen und sich freuen über seinen so aktiven interessierten Jungen. Ist der Junge gewöhnt, viel ermahnt und gegängelt zu werden, wird er 0 Bock haben, die Tür zu zu machen., und wird hier im Beispiel auch wieder- im Teufelskreis -gezwungen. Ist er aber oft liebevoll begleitet und verständnisvoll unterstützt worden, dann kommt er ganz selbstverständlich der Bitte nach- außer es gibt etwas ganz , ganz Wichtiges Anderes für ihn. Und nun sind wir wieder bei der Bindungstheorie: das vierte Bindungsmuster- die sichere Bindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Kinder aus Liebe zu ihren Eltern folgen! Ich möchte damit beitragen, mehr über das wissenschaftlich gesicherte Bindungswissen zu lernen und diese gesicherten Erkenntnisse auch in allen Fragen der Erziehung und der Psychotherapie anzuwenden. Extrem wichtig ist dies für Mitarbeiter von Jugendämtern und Gerichten!!

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