Tagesthema: 25. Januar 2010
Tatsache ist, dass Gesetzesänderungen und Entscheidungen in Deutschland in den letzten Jahren gegen die Familie, gegen Kinder und gegen die Ehe als natürlicher Partnerschaftsform getroffen werden.
Aber es findet kein Protest, kein Aufschrei statt. Warum eigentlich nicht? Es wird nicht mit offenen Karten gespielt - wir werden manipuliert und lassen uns manipulieren.
Die Menschen selber, würden, wenn man sie ließe, eigentlich etwas ganz anderes leben wollen, als das, was politisch gewollt ist Um das Genderziel zu erreichen, nämlich Mann und Frau gleich zu machen, gleich zu stellen in der Erwerbsarbeit und in der Hausarbeit, wird deshalb Methode angewandt.
Es lohnt sich, die Methode, die Manipulation, mit der wir zum neuen Menschen erzogen werden sollen, etwas genauer zu beleuchten:
Die Definition der Manipulation:
Manipulation bezeichnet den bewussten und gezielten Einfluss auf Menschen ohne deren Willen, mittels absichtlicher Verfälschung von Informationen durch Auswahl, Zusätze oder Auslassungen, ist also eine bewusste Beeinflussung eines anderen Menschen, die diesem nicht bewusst wird. Würde ihm dies einsichtig, er würde sie ablehnen und derartige Methoden nicht akzeptieren.
Propaganda, nicht wirklich von der Manipulation abzugrenzen, bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zu steuern, und zwar zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion.
Die Beeinflussungsmittel sind:
- Wiederholungen
- Wortmanipulationen, wie z.B.: Veröffentlichen von Scheintatsachen, Elimination von Begriffen, Benutzen von gefühlsbetonten Worten, Verdrehen von Wortbedeutungen,
- Desinformationen, wie z.B. Vorteile übertreiben, Nachteile verniedlichen und ausklammern, den Sinn einer Information verdrehen, bewusst und gezielt verknappen und weglassen, andere Meinungen übergehen, ungenaue Quellenangaben, Appell an die Emotionen, Gegenseite verunglimpfen, Angst erzeugen
- Mehrheitsmeinungen erzeugen.
Hier einige Beispiele:
1. Wiederholungen:
„Frauen wollen arbeiten“ wird immer wieder als Argument heran gezogen, ohne differenziert die wirklichen Wünsche der Frauen aufzuzählen, nämlich nach einer 3-jährigen Erziehungszeit ohne gleichzeitige Erwerbsarbeit mit anschließender Teilzeitbeschäftigung und Wiedereingliederungshilfe in die Erwerbstätigkeit (IPSOS-Umfrage 2007).
2. Umdeutungen von Wortinhalten:
aus „Kindertagesstätte“ wird „Bildungsstätte“, aus „frühkindlicher Bindung“ wird „frühkindliche Bildung“
3. Elimination von Begriffen:
Anstatt von „Mutter“ sprechen wir nur noch von „primärer Bezugsperson“
4. Gefühlsbetonte Worte werden benutzt:
Die Aktion „Kinder kriegen schlaue Eltern“ verdeutlicht diese Methode:
wer möchte das nicht, schlau sein? In dem dazugehörigen Folder werden Eltern über die Möglichkeiten der Betreuung der unter 3- Jährigen informiert, also: wer schlau sein will,….
5. Scheintatsachen:
es wird suggeriert, Fachleute könnten besser erziehen, dem Kind mehr bieten, Bildung gehe nur in der Tagesstätte
Manipulationsmethoden der Desinformation:
- Vorteile übertreiben:
Kinder aus Krippen gehen häufiger aufs Gymnasium wurde als ein Studienergebnis mit großer Schlagzeile behauptet, war aber mit den Fakten der Studie nicht belegbar
- Nachteile verniedlichen und ausklammern:
Der veröffentlichte Grundtenor Worldvision Kinderstudie vermittelte im Wesentlichen: „Berufstätige Mütter können ihrem Nachwuchs mehr Zuwendung geben als nichtberufstätige Mütter.“ Die Autoren der Studien hatten durch das Weglassen eines Ergebnisses eine wichtige Erkenntnis aus der Kinderbefragung praktisch ins Gegenteil verkehrt. Tatsächlich konnte geschlussfolgert werden, dass Kinder von Eltern, die beide vollzeit berufstätig sind, drei Mal so häufig unzufrieden sind mit der Zeitzuwendung durch ihre Eltern, wie Kinder von Eltern, bei denen nur ein Elternteil erwerbstätig ist.
- andere Meinungen übergehen:
~ das kann jeder erfahren, der versucht auf die Gefahren der Fremdbetreuung hinzuweisen
~ ebenso fällt hierunter der immer wieder betonte und unbeirrt hergestellte Zusammenhang zwischen hoher Frauenerwerbsquote und Geburtenzahl in Frankreich: die längst bewiesenen Zahlen, daß Deutschlands Frauenerwerbsquote höher als in Frankreich ist, bleiben unberücksichtigt und auch der beschriebene Zusammenhang der Geburtenzahl mit der steuerlichen Entlastung ab dem dritten Kind in Frankreich verhallt ungehört
~ außerdem übergeht das Familienministerium die demografisch korrigierten Rechnungen, die nachrechnen, dass 750 000 Krippenplätze einem Angebot für mehr als 60% der Kinder schafft und nicht, wie behauptet von 35%
~ selbst den differenzierten Aufstellungen des paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Familienbundes der Katholiken gegenüber, bleibt der aufgedeckte „Rechenfehler“ bei der Summe der Familienförderung unbeachtet. Der Familienbund: “Am Ende kommen von scheinbaren 150 Mrd.€ maximal 55 Mrd.€ bei den Familien an.“
- ungenaue Quellenangaben
Wer sich im Familienministerium nach konkreten Studien, z.B. zur Unbedenklichkeit der frühen Fremdbetreuung, erkundigt, erhält zumeist die Antwort, dass zahlreiche Studien existierten, die die Ansicht des Ministeriums bestätigten, ohne jedoch eine genannt zu bekommen.
- Appell an Emotionen:
wenn über Gefahren der Krippenerziehung gesprochen wird, heißt das Totschlagargument, dass ja nicht alle ehemaligen DDR-Bürger gestört seien.
- die Gegenseite verunglimpfen:
Gruppierungen, die sich für Familie einsetzen werden in die „rechte Ecke“ geredet.
- Angst erzeugen:
Es wird suggeriert, das Kind würde ohne professionelle Erziehung ìn seiner Entwicklung zurück bleiben
Dies wird verdeutlicht in folgendem Beispiel:
Der Arbeitskreis „Neue Erziehung“ verteilt z.B. kostenlos einen Elternbrief zur Geburt eines Kindes. Dort wird jungen Familien suggeriert, dass es das Beste sei, sein Kind ein Jahr lang selber zu betreuen und es dann in eine Krippe oder Kindergarten zu geben. Wörtlich heißt es:
„Aber zwei oder drei Jahre zu Hause bleiben, ohne Kollegen, Abwechslung durch den Beruf, selbst verdientes Geld?“
Wer traut sich hier noch, öffentlich den Wunsch zu äußern zu Hause bleiben zu wollen, um das eigene Kind selber zu erziehen?
Die Mehrheitsmeinung (Schweigespirale)
Wenn eine Meinung mehrfach unwidersprochen angehört wurde, glaubt man sie, auch wenn sie nicht einleuchtet. Wenn viele einer Meinung sind, stellt man lieber seine eigene zurück! Wer es versteht, eine Minderheitsmeinung als Mehrheitsmeinung darzustellen, der könnte letztlich einer Minderheitsmeinung in eine Mehrheitsmeinung umfunktionieren.
Dies ist bereits geschehen im Denken über Familien in der Öffentlichkeit. Besonders deutlich wird das Ausmaß der Meinungsänderung im veröffentlichten Generationenbarometer des Vereins „Familie stark machen“:
Dort geben Familien an, dass bei ihnen alles bestens sei, während sie glauben, dass dies bei den meisten anderen nicht der Fall sei. So bezeichnen 73 Prozent den Zusammenhalt in ihrer Familie als „stark“ oder sogar als „sehr stark“. In allen Schichten erinnern sich die Befragten mit großer Mehrheit an ein (sehr) gutes Verhältnis zu ihren Müttern in der Kindheit (zwischen 70 und 81 Prozent). Im Gegensatz zur Wahrnehmung in der eigenen Familie herrscht interessanter Weise zugleich die Vorstellung, dass der Zusammenhalt in den meisten anderen Familien eher gering oder sogar sehr schwach sei (51 Prozent): Die Stabilität der „anderen“ Familien wird also weit unterschätzt.
Nicht zu unterschätzen ist auch die Beeinflussung mit Hilfe von öffentlichen Personen, die Vertrauen ausstrahlen.
Mit diesen Methoden wurde uns in den letzten Jahren Glauben gemacht, dass:
- Frauen arbeiten wollen,
- Frauen beides wollen: Beruf und Familie, sie sehnen sich geradezu nach Vereinbarkeit
- Frauenerwerbstätigkeit und Krippenausbau die Geburtenrate erhöhe
- Frauenerwerbstätigkeit vor Kinderarmut schütze
- Kinder frühe Bildung bräuchten
- Familienförderung nicht bei den Kindern ankomme
- Elternhäuser keine adäquate Bildung für ihre Kinder bieten könnten
- Mütter, die keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, Schmarotzer dieser Nation seien
- Frauenerwerbstätigkeit den Fachkräftemangel beseitigen könne
Das vermeintliche Allheilmittel heißt: elternferne Ganztagsbetreuung
Will man dem Familienministerium glauben, dann würde der Ausbau der Kindertagestätten und der Ganztagsschulen alle Probleme auf einen Schlag lösen: die Geburtenrate wird steigen, die Kinder werden besser gebildet, Frauen können ganztags erwerbstätig sein und Familienarmut wird der Vergangenheit angehören, die Sozialsysteme gesunden durch die bereits vorgerechneten Steuermehreinnahmen, der Fachkräftemangel ist beseitigt und durch die Chancengleichheit werden auch die Kinder aus sozialschwachen Familien Abitur machen. Und: der Staat hat die Lufthoheit über den Kinderbetten, denn „Neuerziehen“ zum Gendermenschen (gleichgestellten Menschen), von klein an, ist einfacher als „Umerziehen“
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Thorsten Wetzig schrieb diesen Kommentar
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frieda12 schrieb diesen Kommentar
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Gockeline schrieb diesen Kommentar
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Bärbel Fischer schrieb diesen Kommentar
Montag, 25. Januar 2010
Claudia Hassan schrieb diesen Kommentar
Montag, 25. Januar 2010